Tourismusinformationen Wriezen

Kirchen in Wriezen - Tourismus in Wriezen

Die Interessengemeinschaft Hafen Wriezen e.V. stellt Ihnen weitere Sehenswürdigkeiten rund um das Thema Kultur in Wriezen zusammen.

Tourismus in Wriezen: Für Besucher und Touristen, die sich für Kirchen interessieren, ist die kleine Aufzählung inklusive geschichtlicher Kurzbeschreibung relevant:

Marienkirche

Die Marienkirche ist eine spätgotische Hallenkirche mit einem seitlichen Anbau. Nach 1400 wurde ein Backsteinbau unter Verwendung von Teilen des Vorgängerbaus einer Feldsteinkirche, die um 1250 errichtet worden war, erbaut. Ein Umbau zu einer Hallenkirche erfolgte in der zweiten Hälfte des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts. In den Kämpen um Wriezen wurde sie im April 1945 schwer beschädigt und ist seitdem eine Ruine. In den Jahren um 1950 wurde das Südschiff der Kirche zu einer Notkirche ausgebaut. Im Zuge eines Aufbauplan für Wriezen vom damaligen Rat des Bezirkes Frankfurt/O sollte der Gemeindekirchenrat 1961 einen Abriss zustimmen. Die Apsis der Kirchenruine in die Fernstraße Frankfurt/O – Bad Freienwalde reichte zu weit hinein. Der Turm wurde in den 90er Jahren des 20. Jahrhundert restauriert und bekam ein neues Dach. Ein Verein bemüht sich um die Erhaltung und den Wiederaufbau der Kirche.

Marienkirche


Katholische Kirche

Am 14. Juli 1912 wurde der Grundstein für die heutige St.- Laurentius- Kirche gelegt. Die Bauzeit betrug 14 Monate und die Kirche wurde am 21. September 1913 feierlich eingeweiht. Der Vorgängerbau die Lorenzkirche in der Stadt war baufällig geworden und wurde 1919 abgetragen. Heute erinnert nur noch ein Straßename an diesen alten Standort. In der Kirche sind Elemente des aufkommenden Jugendstiles enthalten. Die Nordost-Südwestausrichtung bildet mit dem zeitgleich errichteten Pfarrhaus mit dem Verbindungsgang ein geschlossenes Ensemble. Eie Sprengung des Turmes durch die Rote Armee wurde durch den Pfarrer Sittek am Ende des Krieges verhindert. In den Anfangsjahren nach dem Krieg bot man der Evangelischen Gemeinde Gastfreundschaft an, diese dauerte bis in den Jahren nach 1950. Im inneren hatte sie einst eine sehr schöne Ausmahlung, die durch den Krieg sehr gelitten hat. Es sind bis heute noch Reste im Gewölbe der Taufkapelle erhalten geblieben. Eine Umgestaltung der Heiligen Messe sowie des Altarraumes stellt eine behutsame Erneuerung der Kirche dar.

Katholische Kirche


Tafel Synagoge

Moses Lewin kam 1677 von Niederrhein und erhielt einen Schutzbrief auf Wrietzen. Das ist die erste Erwähnung eines jüdischen Einwohners in Wriezen. Die Einweihung eines Bethauses wurde am 29. Dezember 1820 in der Mauerstraße gefeiert. Einen Nachfolgebau errichtete die jüdische Gemeinde 1884-1886 an anderer Stelle in der Mauerstraße 48, Grundstücknummer 242 des Grundbuches. Die bisherige Synagoge war einsturzgefährdet und stand kurz vor einer Baupolizeilichen Schließung. Das Grundstück der alten Synagoge wurde im Jahre 1885 an den Handelsmann Wilhelm Hagedorn verkauft. Die neue Synagoge wurde in der Pogromnacht am 9. November 1938 von SA-Männern niedergebrannt. In den 30. Jahren des 20. Jahrhunderts sind viele Juden nach Berlin gezogen. Nur wenigen gelang die Flucht ins Ausland. 64 Menschen wurden ermordet. Die Namen der ermordeten sind in einer Datenbank der Gedenkstätte Jad- wa-Schem in Jerusalem aufgeführt und können dort eingesehen werden. www.yadvashem.org

Tafel Synagoge


Jüdicher Friedhof

Die ersten in Wriezen lebenden Juden hatten keinen eigenen Begräbnisplatz, sie brachten ihre Verstorbenen nach Freyenwalde auf den dortigen jüdischen Friedhof. Nachdem der Kriegs und Domänen Rath Wittich im Jahre 1730, zwei Taler für die Erlaubnis zur Überführung zum Freyenwalder Friedhof forderte haben die Wrietzener Juden ein Stück Land "in der bürgerlichen Freiheit, neben der alten Schinderkute, südlich vom großen Winkel zu einem Friedhof, wofür 9 Taler entrichtet wurden" gekauft. 1843 wurde der Friedhof vergrößert und wahrscheinlich mit der Mauer umgeben. Eine erneute Vergrößerung des Platzes wurde 1879 erforderlich. Es wird vom Besitzer der Grube Moritz, dem Kaufmann Eisenmann aus Berlin 7 ar dazugekauft. Die letzte Beerdigung fand am 27. April 1940 statt.

Mitte der 80er Jahre wurden die Mauern instand gesetzt, der Wildwuchs beseitigt und die Grabsteine wieder aufgerichtet. Mit 133 teilweise kunstvoll gearbeiteten Grabsteinen aus dem 18. bis 20. Jahrhundert und weiteren 17 Grabstellen ohne Steine gehört der Friedhof heute zu den besterhaltenen und größten jüdischen Friedhöfen im Oderland.

Jüdicher Friedhof


Friedhof

Auch in Wriezen lag der Begräbnisplatz, wie in früheren Jahrhunderten allgemein üblich, um die Kirche herum.

Auch in Wriezen lag der Begräbnisplatz, wie in früheren Jahrhunderten allgemein üblich, um die Kirche herum. Vor dem Jahre 1573 hatte man den Kirchhof noch einmal vergrößert, indem man drei wüste Bürgerhausgrundstücke einebnete und in den Kirchhof einbezog. Dieser reichte aber 1599 nicht mehr aus. Der Magistrat suchte nach einem geeigneten Acker, der sich dann auch am Luisenberg fand. Es dauerte aber noch weitere 30 Jahre bis der Friedhof 1633 feierlich eingeweiht wurde.

Der Inspektor Reimann wählte bei der Weihe unter anderem den Predigttext" Ich liege und schlafe ganz in Frieden". Aber lange Zeit nach der Weihe wurde auf dem Berg immer noch das Vieh gehütet. Erst als der alte Kirchhof 1765 gänzlich geschlossen wurde, begann man mit der Belegung am Luisenberg. Rund um die Kirche wurde die Kirchhofsmauer abgetragen und eingeebnet. 1778 wurden die alten Grabsteine zum Bau von Kellerhälsen verkauft. Die gewonnene Fläche wurde dem Marktplatz zugeschlagen.

Bei Fragen und Interesse an den Sehenswürdigkeiten rund um das Thema Kultur und Kirchen in Wriezen kontaktieren Sie die Interessengemeinschaft Hafen Wriezen e.V. Wir sind Ihr kompetenter Ansprechpartner, wenn es um die Vermittlung von Touristeninformationen in Wriezen geht. Wir freuen uns auf Ihre Anfragen!

Friedhof